Allianz pro Schiene
Fortschritte bei der Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken

Nach Einschätzung der Allianz pro Schiene werden wieder mehr Bahnstrecken in Deutschland reaktiviert.

    Eine stillgelegte Bahnstrecke, deren Schienen langsam von Unkraut zuwächst.
    Bahnstrecken vor allem wurden in den vergangenen Jahren vor allem wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit stillgelegt. In der Folge sind vor allem auf dem Land viele Menschen von den Anbindungen abgeschnitten. (dpa / Jens Büttner)
    Wie das Verkehrsbündnis mitteilte, gibt es bei dem Thema eine neue Dynamik. Vergangenes Jahr seien mehrere Kilometer wieder in Betrieb genommen worden. Dieses Jahr könne mit einer Verdopplung gerechnet werden. Die einzelnen Verbindungen seien zwar oft nicht besonders lang, durch die Reaktivierung bekämen aber Tausende wieder Zugang zum Bundesschienennetz. Bis 2030 rechnet die Allianz mit etwa 300 Kilometer einst stillgelegter Bahnstrecken, die wieder ans Netz kommen könnten. Seit 2025 kann man zum Beispiel zwischen Kiel-Oppendorf-Schönkirchen oder Trier-Ehrang-Igel wieder Zug fahren.
    Geschäftsführer Flege sagte, die Eisenbahn halte das Land zusammen, wenn sie funktioniere. Dafür müsse sie auch im ländlichen Raum fahren. Es sei berechtigt, viel über die Pünktlichkeit zu debattieren - die Diskussionen dürften an der Stelle aber nicht enden. Das Bündnis rief den Bund dazu auf, die Regionalisierungsmittel zu erhöhen, um nicht nur die Reaktivierung selbst, sondern später auch den Betrieb von wiederbelebten Strecken finanziell zu unterstützen. Viele Strecken wurden in der Vergangenheit wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit stillgelegt.
    Diese Nachricht wurde am 20.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.