Vor Ende der Feuerpause
Fortsetzung der Friedensgespräche zwischen USA und Iran ungewiss

Kurz vor Ablauf der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran am Mittwoch ist weiter offen, ob die Verhandlungen beider Länder in Pakistan fortgesetzt werden. Der iranische Außenminister Araghtschi machte den USA in einem Telefonat mit seinem pakistanischen Amtskollegen Dar neue Vorwürfe, wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete.

    Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi spricht während einer Pressekonferenz in ein Mikrofon.
    Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (Marwan Naamani/dpa)
    Die Provokationen, die Drohrhetorik und die Verstöße der USA gegen die Waffenruhe - insbesondere durch Angriffe auf iranische Handelsschiffe - seien ein erhebliches Hindernis für eine Fortsetzung des diplomatischen Prozesses, so Araghtschi. Eine neue Verhandlungsrunde schloss er jedoch nicht explizit aus.
    US-Präsident Trump hatte am Nachmittag angekündigt, Vizepräsident Vance werde sich mit einer Delegation auf den Weg in die pakistanische Hauptstadt Islamabad machen, um dort weitere Gespräche mit Vertretern Teherans zu führen. Eine offizielle Bestätigung ihrer Abreise liegt bisher nicht vor.
    In einem Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg drohte Trump dem Iran mit erneuten Bombardierungen, sofern es bis zum Ende der vereinbarten Feuerpause am Mittwoch keine Einigung gebe. Eine Verlängerung der Waffenruhe bezeichnete Trump als "höchst unwahrscheinlich".
    Diese Nachricht wurde am 21.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.