Union
Fraktionschef Spahn nach Kritik an Leihmutterschaft zurückgetreten - Merz: Rücktritt "richtig und unvermeidlich"

Bundeskanzler Merz hat den Rücktritt von Unionsfraktionschef Spahn nach der Kritik an dessen Elternschaft durch eine Leihmutter als richtig und unvermeidlich bezeichnet.

    Jens Spahn von den Schultern an aufwärts. Er trägt dunkles Sakko, weißes Hemd und eine Krawatte.
    Jens Spahn ist als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurückgetreten. (picture alliance / Metodi Popow)
    Glaubwürdigkeit sei in der Politik das höchste Gut, teilte der CDU-Vorsitzende in einer Erklärung mit. Mehrere Unionspolitiker sprachen wie der CSU-Vorsitzende Söder von einer persönlichen Entscheidung und zollten Spahn dafür Respekt. SPD-Fraktionschef Miersch erklärte, er habe in der Koalition sehr vertrauensvoll mit Spahn zusammengearbeitet.
    Von der Opposition wurde der Rücktritt als längst überfällig bezeichnet. Die Grünen-Vorsitzende Brandtner sagte, es gehe um Spahns Glaubwürdigkeit, die bereits durch frühere Fälle gelitten habe. Ähnlich äußerte sich der Linken-Vorsitzende Pantisano.
    Spahn hatte seinen Rücktritt am Nachmittag in einem Schreiben an die Unions-Fraktion im Bundestag erklärt.
    Diese Nachricht wurde am 18.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.