
Ein fraktionsübergreifender Antrag von mehr als 100 Abgeordneten fordert eine Prüfung des von den Krankenkassen bezahlten Tests. Die Parlamentarier aus Union, SPD, Grünen und Linken befürchten, dass er Schwangeren unabhängig vom medizinischen Nutzen empfohlen wird und faktisch einer Reihenuntersuchung gleichkommt.
Linken-Fraktionschef Pellmann mahnte eine Debatte über die gesellschaftlichen Folgen an. Er sagte der Rheinischen Post, es gehe darum, welche gesellschaftlichen Rahmenbedingungen man setze und welche Signale davon ausgingen, wenn bestimmte Tests zur Routine würden.
Laut der Barmer Krankenkasse nehmen mittlerweile nahezu die Hälfte der Schwangeren in Deutschland den nicht-invasiven Bluttest in Anspruch. Die Rate falsch-positiver Befunde liege deutlich höher als erwartet.
Diese Nachricht wurde am 20.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
