
Kaufmann ist derzeit noch Geschäftsführer des Carlsen Verlags. Vor seiner 20-jährigen Tätigkeit dort war er für die Verlage Herder, Christophorus, Bertelsmann und Ravensburger tätig. Seit 2012 ist er Mitglied im Ausschuss für Verlage des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Beteiligungsgesellschaft des Vereins, Schmidt-Hern, lobte den 53-Jährigen als erfolgreichen und international bestens vernetzten Verlagsmanager: "Wir sind überzeugt, dass Joachim Kaufmann die Erfolgsgeschichte der Frankfurter Buchmesse fortschreiben und zugleich neue Impulse setzen wird, damit die Messe traditionsbewusst und zukunftsfähig bleibt."
Lob gab es auch vom derzeitigen Amtsinhaber Boos. "Er versteht es wie nur wenige andere Führungspersönlichkeiten in unserer Buchwelt, Menschen für seine Ideen und Überzeugungen zu gewinnen." Nach der nächsten Buchmesse im Oktober soll der Wechsel von Boos zu Kaufmann erfolgen.
Ambitionierte Ziele für die Buchmesse
Mit Blick auf die Frankfurter Buchmesse sagte Kaufmann, sie müsse als wichtigstes internationales Treffen der Buchbranche weiterhin der zentrale Ort für den Rechtehandel und persönlichen Austausch bleiben und sich permanent den Bedürfnissen der Kunden anpassen. "Außerdem sehe ich für den deutschsprachigen Markt beste Chancen, sie als größtes Festival für Buch und Lesen weit über Frankfurt hinaus auszubauen", betonte Kaufmann.
Die Frankfurter Buchmesse findet jährlich im Oktober auf dem Gelände der Messe Frankfurt am Main statt. Sie wurde 1949 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels gegründet. Mit mehr als 4.000 Ausstellern aus über 100 Ländern und deutlich mehr als 230.000 Besuchern ist sie die größte Literaturmesse der Welt. Während der Buchmesse werden der Deutsche Buchpreis, der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, der Deutsche Jugendliteraturpreis und viele andere Branchenauszeichnungen verliehen.
Diese Nachricht wurde am 27.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
