Waldbrände
Frankreich evakuiert zehntausende Menschen - Spanien ruft Notstand aus

Die Lage in den Waldbrandgebieten in Frankreich und Spanien spitzt sich weiter zu. An der französischen Atlantikküste bei Bordeaux müssen mehr als 60.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Die EU schickt Löschflugzeuge in beide Länder.

    Frankreich, Waldbrände in Pontevrs, Var, im Südosten des Landes, 22.07.2026
    Schwere Waldbrände wüten in der Region Gironde in Frankreich. (IMAGO / Anadolu Agency)
    Mehrere Orte am Becken von Arcachon würden evakuiert, sagte Frankreichs Innenminister Nuñez. Von Cap Ferret aus würden für die Evakuierung auch Schiffe eingesetzt. Das Feuer hat sich demnach inzwischen auf eine Fläche von 10.000 Hektar ausgedehnt. 1.500 Feuerwehrleute kämpften gegen den Brand mit dem Ziel, Menschenleben und Gebäude zu retten, sagte der Minister. Unterstützt würden sie von einer großen Zahl an Löschflugzeugen.
    In Spanien hat die Regierung wegen der Waldbrände den nationalen ‌Notstand ausgerufen. ⁠Das Innenministerium in Madrid begründet den Schritt damit, dass gleich mehrere große Brände außer Kontrolle sind und dazu die Wetterlage die Feuer begünstige. Durch die Ausrufung des Notstands kann der Staat mehr Geld bereitstellen, und das Militär übernimmt die Einsatzleitung. Durch Waldbrände sind in Spanien in diesem Jahr schon fast 130.000 Hektar Land verbrannt.

    EU unterstützt Löscharbeiten

    Die EU-Kommission erklärte in Brüssel, dass vier Canadair-Flugzeuge nach Spanien entsandt werden und drei nach Frankreich. Beide Länder würden zudem mit Satellitenbildern des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus versorgt, um die Löscharbeiten vor Ort zu unterstützen.
    Diese Nachricht wurde am 24.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.