Islamistischer Terror
Frankreich gedenkt der Opfer des Anschlags auf "Charlie Hebdo"

Frankreich hat der Opfer der islamistisch motivierten Terrorattacke auf das französische Satire-Magazin "Charlie Hebdo" vor elf Jahren gedacht. Zahlreiche Politiker und Prominente versammelten sich vor dem ehemaligen Redaktionsgebäude in Paris, darunter auch der Karikaturist Laurent Sourisseau, der den Terroranschlag nur knapp überlebte.

    Der französische Karikaturist gedenkt der Opfer des Terroranschlags auf Charlie Hebdo. Vor ihm stehen zwei Polizisten. Auf dem Boden liegen Kränze.
    Der französische Karikaturist und Überlebende des Terroranschlags auf die Satirezeitung Charlie Hebdo, Laurent Sourisseau, gedenkt der Opfer. (AFP / THOMAS SAMSON)
    Bundesaußenminister Wadephul legte ein Blumengebinde nieder. Bei der Attacke auf die Zeitschrift sowie den Angriffen auf eine Polizistin und auf einen koscheren Supermarkt in den Tagen danach wurden insgesamt 17 Menschen getötet. Die drei Täter wurden von Sicherheitskräften erschossen.
    Allein bei dem Anschlag auf "Charlie Hebdo", bei dem zwei radikalisierte Männer mit Maschinengewehren in der Redaktion ein Blutbad anrichteten, kamen damals zwölf Menschen ums Leben, darunter einige der bekanntesten Karikaturisten Frankreichs. 

    Anschlag auf "Charlie Hebdo" sorgte 2015 weltweit für Entsetzen

    Zuvor hatte das Blatt, das für seine blasphemischen Provokationen bekannt ist, Mohammed-Karikaturen verbreitet. Die Anschläge lösten international Empörung aus.
    Der Angriff auf die Pariser Redaktion von "Charlie Hebdo" am 7. Januar 2015 hatte weltweit für Entsetzen gesorgt, aber auch für eine Welle der Solidarität. In Frankreich steht der Anschlag symbolisch für den Auftakt einer islamistischen Terrorserie mit inzwischen mehr als 250 Toten, die das Land nachhaltig verändert hat. 
    Diese Nachricht wurde am 08.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.