Hohe Energiepreise
Frankreich plant Geleit für Schiffe durch Straße von Hormus

Frankreich arbeitet mit Partnern an einer Initiative, um wieder mehr Schiffsverkehr durch die für den Handel wichtige Straße von Hormus nahe der iranischen Küste zu ermöglichen.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron (links), der zyprische Präsident Nikos Christodoulides (Mitte) und der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis verlassen nach einer Pressekonferenz die Andreas Papandreou Air Base in Paphos.
    Frankreichs Präsident Macron besucht Zypern (Petros Karadjias / AP / dpa / Petros Karadjias)
    Es handle sich um einen rein defensiven Einsatz, sagte Präsident Macron bei einem Besuch im zyprischen Paphos. Ziel sei es, Containerschiffe und Tanker zu begleiten, sobald die heißeste Phase des Iran-Kriegs vorbei sei. Die Meeresenge sei für den internationalen Handel sowie den Transport von Gas und Öl essenziell. Seit Kriegsbeginn vor gut einer Woche stieg der Ölpreis heute auf den höchsten Stand seit Juli 2022. Die in Europa maßgebliche Nordseesorte Brent wurde zeitweise für fast 120 US-Dollar je Fass gehandelt – es umfasst 159 Liter. Das entspricht einem Preisanstieg von 50 Prozent seit Kriegsbeginn vor gut einer Woche. Rund 6 Prozent der deutschen Rohöl-Importe stammen laut Statistischem Bundesamt aus dem Nahen Osten, genauer aus dem Irak mit etwa 4 Prozent sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien mit jeweils circa einem Prozent. Die wichtigsten Rohöl-Lieferanten Deutschlands sind Norwegen und die USA mit jeweils rund 16-einhalb Prozent, gefolgt von Libyen mit fast 14 Prozent.
    Die SPD forderte schärfere ⁠Regeln für Mineralölkonzerne anstelle von Staatshilfen wie etwa einem Tankrabatt. Es sei "entsetzlich", wie einzelne Konzerne in Krisenzeiten ihre Gewinne steigerten, teilte sie mit. Als mögliche ‌Maßnahmen wurde eine Begrenzung von Preisanpassungen auf einmal pro Tag ​oder ein Maximum für Preissteigerungen genannt, wie es in anderen Ländern üblich sei. Bundeskanzler Merz äußerte sich besorgt über die steigenden Energiepreise.
    Diese Nachricht wurde am 09.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.