Libanon
Frankreich und Italien wollen Nachfolge-Mission für Unifil

Frankreich und Italien wollen eine multinationale Koalition ins Leben rufen, um die UNO-Friedenstruppe im Libanon, Unifil, abzulösen.

    UNIFIL-Truppen der Vereinten Nationen im Libanon während einer Patrouille
    Die Unifil-Friedenstruppe ist seit 1978 im Libanon stationiert, sie umfasst mehr als 10.000 Soldaten und Zivilkräfte. (IMAGO / Xinhua / IMAGO / Ali Hashisho)
    Deren Mandat läuft im Dezember ab. Die Mission solle in Abstimmung mit der EU und den Vereinten Nationen auf den Weg gebracht werden, sagte der französische Präsident Macron nach einem Gespräch mit der italienischen Regierungschefin Meloni. Es gehe darum, die Souveränität des Libanon und seiner Streitkräfte zu stärken. Zudem solle verhindert werden, dass das Land "zur Ausgangsbasis für eine regionale Eskalation werde", betonte Macron. Im Libanon bekämpfen sich seit Monaten die israelische Armee und die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz.
    Die Unifil ist seit 1978 im Süden des Libanon im Einsatz. An der Mission sind auch Bundeswehrsoldaten beteiligt, die die Seegrenze überwachen und libanesische Marinesoldaten ausbilden. Am Abend verlängerte der Bundestag zum letzten Mal den deutschen Einsatz.
    Diese Nachricht wurde am 25.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.