Berufungsverfahren um libysche Wahlkampfgelder
Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy beteuert erneut Unschuld

Frankreichs ehemaliger Präsident Sarkozy hat im Berufungsverfahren um libysche Wahlkampfgelder erneut seine Unschuld beteuert.

    Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy trifft zu seinem Berufungsverfahren im Palais de Justice in Paris ein.
    Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy trifft zu seinem Berufungsverfahren im Palais de Justice in Paris ein. (picture alliance/abaca/Lafargue Raphael)
    Sarkozy sagte zu Beginn seiner Anhörung vor Gericht in Paris, er habe keinen Cent libyschen Geldes angenommen. Er bestritt auch, sich für eine Begnadigung des libyschen Vize-Geheimdienstchefs Senoussi eingesetzt zu haben. Die Justiz sah es im ersten Prozess als erwiesen an, dass Sarkozy Mitglied einer kriminellen Vereinigung zur Beschaffung illegaler Gelder aus Libyen war. Neben Sarkozy sind neun weitere Männer angeklagt, unter ihnen mehrere seiner engen Vertrauten. 
    Sarkozy war im September 2025 zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Nach drei Wochen im Gefängnis wurde er vorzeitig entlassen, nachdem ein Berufungsgericht einer Haftverschonung zugestimmt hatte.
    Diese Nachricht wurde am 07.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.