Gewalttat
Frankreichs Innenministerium plant kein Verbot von Trauermarsch für Rechtsextremisten

Das französische Innenministerium will nicht gegen den geplanten Trauermarsch für einen getöteten Rechtsextremisten in Lyon vorgehen.

    Nahaufnahme auf die Oberkörper mehrerer Menschen, deren Köpfe man nicht sieht. In der Bildmitte ein Transparent mit dem Bild des Opfers und der Schrift "Justice pour Quentin".
    Ein Trauermarsch für den getöteten Aktivisten wird nicht verboten. (dpa / ZUMAPRESS.com / Julien Mattia)
    Minister Nuñez sagte dem Sender RTL, er könne eine Demonstration nur verbieten, wenn es erhebliche Risiken für die öffentliche Ordnung gebe. Außerdem wolle er die Meinungsfreiheit nicht einschränken. Nuñez ergänzte, der für morgen geplante Trauermarsch werde stark abgesichert.
    Vor gut einer Woche war es in Lyon zu Auseinandersetzungen zwischen links- und rechtsextremen Gruppen gekommen. Dabei sollen mehrere linksgerichtete Männer den rechtsextremen Aktivisten mit Fußtritten so schwer verletzt haben, dass er starb. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen vorsätzlicher Tötung.
    Diese Nachricht wurde am 20.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.