Frankfurt am Main
Französisch-britischer Menschenrechtsanwalt Philippe Sands erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Der französisch-britische Jurist und Autor Philippe Sands wird mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt. Er arbeitet als Menschenrechtsanwalt am Internationalen Gerichtshof in Den Haag.

    Der französisch-britische Jurist und Autor Philippe Sands im Porträt
    Philippe Sands erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. (Samuel Kirszenbaum / Börsenverein / Samuel Kirszenbaum)
    Sands setze sich "für Gerechtigkeit, Frieden und die beharrliche Verteidigung des Völkerrechts ein", sagte Börsenvereins-Vorsteher Guggolz, Vorsitzender des Stiftungsrats. Sands, Nachkomme von Holocaustüberlebenden, zeige entlang der eigenen Familiengeschichte, wie dieses Recht entstanden ist und welche Erfahrungen hinter den Tatbeständen "Genozid" und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" stünden.

    Jurist und Autor

    Sands wirkte an bedeutenden Verfahren des internationalen Rechts mit. Dabei setzte er sich unter anderem für Palästinenser und Rohingya ein. Mit anderen Juristen entwickelte er den Tatbestand des "Ökozids" für Katastrophen durch globale Erderwärmung. Neben der Veröffentlichung juristischer Fachliteratur ist Philippe Sands auch als literarischer Sachbuchautor tätig.
    Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels würdigt Persönlichkeiten, die in Literatur, Wissenschaft oder Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen haben.
    Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Im vergangenen Jahr wurde der deutsche Historiker Karl Schlögel geehrt. Die Ehrung wird traditionell zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse überreicht - in diesem Jahr am 11. Oktober.
    Diese Nachricht wurde am 25.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.