
Die Nationalversammlung beschloss einstimmig die Aufhebung des sogenannten "Code Noir". Das Gesetz aus dem Jahr 1685 regelte die Sklaverei in den französischen Kolonien. Es definierte Sklaven als Eigentum, weshalb es erlaubt war, sie zur Arbeit zu zwingen, zu schlagen, zu verkaufen, zu vergewaltigen und zu töten.
Frankreich hatte die Sklaverei im Jahr 1848 abgeschafft; der "Code Noir" war bislang aber formell nicht aufgehoben. Der jetzt erfolgte Schritt des Parlaments gilt als symbolisch und als Beitrag zur Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit Frankreichs.
Diese Nachricht wurde am 28.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
