Berlin
Freie Universität stuft Besetzung durch pro-palästinensische Aktivisten als "gewaltsamen Angriff" ein

Die Freie Universität Berlin stuft die Besetzung ihres Präsidiumsgebäudes Mitte Oktober durch pro-palästinensischen Aktivisten inzwischen als einen gewaltsamen Angriff ein.

    Eine Palästina-Fahne liegt auf einem Zelt, eine weitere hängt an einer Wand, an der auch Transparente mit Solgans hängen. Davor unscharf zwei Aktivisten in Nahaufnahme.
    Pro-palästinensische Aktivisten an der Freien Universität (Archivbild) (Imago / Ben Kriemann)
    In einer Pressemitteilung der FU heißt es, Beschäftigte der Hochschule hätten von Einschüchterungen, Bedrohungen und körperlichen Angriffen durch die Aktivisten berichtet. Die Angreifer hätten versucht, Bürotüren, die Mitarbeitende zu ihrem eigenen Schutz von innen verriegelt hätten, gewaltsam zu öffnen. Manche Beschäftigte seien in schwer verständlichem Englisch unter Androhung von Gewalt dazu aufgefordert worden, ihre Büros zu verlassen. Personen, die dies verweigert hätten, seien körperlich attackiert worden. Weiter heißt es, der Vorfall sei von den Angestellten durchgehend nicht als versuchte Besetzung wahrgenommen worden, sondern vielmehr als gewaltsamer Angriff. Die Angaben der Betroffenen würden nun der Polizei übergeben. Laut der FU befanden während der Aktion etwa 60 Beschäftigte in dem Gebäude.
    An dem Angriff hatten nach Angaben der Universität mehr als 40 vermummte Personen aus dem pro-palästinensischen Milieu teilgenommen. Etwa 45 Minuten nach Beginn der Aktion hätten alle Mitarbeitende das Haus verlassen können. Die Polizei nahm vier Personen vorläufig fest.
    Diese Nachricht wurde am 24.10.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.