
Bundeskanzler Scholz hat die deutschen und russischen Staatsbüger in der Nacht auf dem Flughafen Köln/Bonn begrüßt. Viele hätten in Haft um ihre Gesundheit und auch um ihr Leben gefürchtet, so Scholz. Der Austausch von ingesamt 26 Personen kam unter Vermittlung der Türkei zustande. Eine weitere Gruppe Freigelassener soll sich bereits auf dem Weg in die USA befinden.
Laut Scholz gab es zuvor monatelange Verhandlungen. Zu dem sogenannten "Tiergartenmörder", dem Russen Krassikow, der aus deutscher Haft entlassen und nach Russland abgeschoben wurde, sagte der Kanzler, niemand habe sich diese Entscheidung einfach gemacht. Er verwies auf die Schutzverpflichtung gegenüber deutschen Staatsangehörigen und die Solidarität mit den USA. Wie das russische Staatsfernsehen berichtet, nahm Präsident Putin am Moskauer Flughafen Wnukowo Krassikow sowie sieben weitere vom Westen freigelassene Staatsbürger in Empfang.
Diese Nachricht wurde am 02.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
