Natürlich sind sich beide Organisationen darüber im Klaren, dass es sich weiterhin um eine Art Nischenmarkt handelt. Es gibt zwar schon international anerkannte Standards, die vor allem die Arbeitswelt betreffen, aber gerade auf dem Gebiet ökologischer Standards ist dies oft noch Pionierarbeit. Hinzu kommt, dass die Standards oder Kriterien, die es beispielsweise für die Arbeitswelt gibt, soziale Kriterien also, oft recht weiche Klauseln beinhalten, sie sind also kein hartes Recht, wie es heute Vormittag in Berlin hieß. Untersucht wurden daher die Wirksamkeit von Klauseln in Abkommen zwischen den einzelnen Staaten oder auch dort beteiligten Unternehmen. Und der Tenor dieser Untersuchung über die Wirksamkeit ist positiv. Vera Scholz von der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit:
"Wir sehen, dass etwa in der Textilindustrie in China das erste Mal die Wanderarbeiter Arbeitsverträge bekommen. Wir sehen auch, dass sich ein Dienstleistungssektor um Standards herum entwickelt. Es muss Kontrollstellen geben, die Leute in die Betriebe schicken, um zu sehen, ob die Kriterien auch eingehalten werden. Auch dies schafft Arbeitsplätze vor Ort. Wir sehen auch, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen steigt, wenn die Manager anfangen, bestimmte Standards im sozialen und ökologischen Bereich umzusetzen. "
Ganz konkret wurde beispielsweise untersucht, wie sich ökologisch und sozial formulierte Standards bei der Kaffeeproduktion in Brasilien auswirken. Wenn Betriebe sich also etwa dem internationalen Standard "Common Code Coffee Community" verschrieben haben. Auch hier sieht die Untersuchung positive Ergebnisse: Man konstatiert steigende Einkommen vor Ort, das diene der Armutsbekämpfung. Man sieht auch bessere Arbeitsbedingungen, weil der Einsatz von Chemie für die Bearbeitung wegfalle. Das schone auch die Gesundheit der Arbeitskräfte in diesen Betrieben. Letzteres gelte natürlich generell auch für die Textilproduktion in vielen Entwicklungsländern. Besonders die wirtschaftlichen Folgen seien positiv, sagt Evita Schmieg vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit:
"Wir haben erfahren, dass es möglich ist, durch die Unterstützung freiwilliger Standards, zur Verbesserung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit beizutragen. Das gilt auch für die Produzenten in Entwicklungsländern. Vor allem aber die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen zu verbessern. Gefreut hat uns insbesondere auch, dass es auch möglich ist, das Bewusstsein und Interesse in den Regierungen der Partnerländer für Fragen der ökologischen und sozialen Standards zu verbessern. "
Die Studie ermutige also, aus Sicht der Auftraggeber, diesen Weg weiterzugehen - mehr Standards zu formulieren und auch konkret vor Ort anzuwenden. Das sei auch ein aktueller, politischer Trend, sagt Evita Schmieg:
"Wir haben einerseits eine zunehmende internationale Diskussion über dieses Thema. Auch Bemühungen um internationale Regelsetzung in diesem Bereich. Gleichzeitig gibt es aber auch private oder freiwillige Standards: Hier sagen Unternehmen zu ihren Lieferanten, dass sie kaufen, wenn bestimmte soziale und ökologische Standards eingehalten würden. Das ist derzeit eine Bewegung von oben und unten. "
Es gebe derzeit allerdings zu viele Standards, die die Verbraucher oft gar nicht kennen würden, sagt Vera Scholz von der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit:
"Ja, der Konsument hat im Moment noch die Aufgabe, sich selbst zu informieren. Aber so schlecht ist dies vielleicht gar nicht. Der Konsument muss also nachhaken, wo die Produkte eigentlich herkommen. Er muss fragen, wie produziert wird. Durch die Vielzahl von Labeln in diesem Bereich kommt man ja auch zum nachdenken - was kaufe ich da? Sind gelabelte Produkte besser? Was steckt denn dahinter?"
Somit habe der mögliche Erfolg solcher Labels oder Zertifikate zwei Seiten: Zum einen die Umsetzung in den Ländern vor Ort, aber eben auch die Kaufbereitschaft oder Sensibilität der Verbraucher in den reichen Ländern dieser Welt.
"Wir sehen, dass etwa in der Textilindustrie in China das erste Mal die Wanderarbeiter Arbeitsverträge bekommen. Wir sehen auch, dass sich ein Dienstleistungssektor um Standards herum entwickelt. Es muss Kontrollstellen geben, die Leute in die Betriebe schicken, um zu sehen, ob die Kriterien auch eingehalten werden. Auch dies schafft Arbeitsplätze vor Ort. Wir sehen auch, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen steigt, wenn die Manager anfangen, bestimmte Standards im sozialen und ökologischen Bereich umzusetzen. "
Ganz konkret wurde beispielsweise untersucht, wie sich ökologisch und sozial formulierte Standards bei der Kaffeeproduktion in Brasilien auswirken. Wenn Betriebe sich also etwa dem internationalen Standard "Common Code Coffee Community" verschrieben haben. Auch hier sieht die Untersuchung positive Ergebnisse: Man konstatiert steigende Einkommen vor Ort, das diene der Armutsbekämpfung. Man sieht auch bessere Arbeitsbedingungen, weil der Einsatz von Chemie für die Bearbeitung wegfalle. Das schone auch die Gesundheit der Arbeitskräfte in diesen Betrieben. Letzteres gelte natürlich generell auch für die Textilproduktion in vielen Entwicklungsländern. Besonders die wirtschaftlichen Folgen seien positiv, sagt Evita Schmieg vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit:
"Wir haben erfahren, dass es möglich ist, durch die Unterstützung freiwilliger Standards, zur Verbesserung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit beizutragen. Das gilt auch für die Produzenten in Entwicklungsländern. Vor allem aber die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen zu verbessern. Gefreut hat uns insbesondere auch, dass es auch möglich ist, das Bewusstsein und Interesse in den Regierungen der Partnerländer für Fragen der ökologischen und sozialen Standards zu verbessern. "
Die Studie ermutige also, aus Sicht der Auftraggeber, diesen Weg weiterzugehen - mehr Standards zu formulieren und auch konkret vor Ort anzuwenden. Das sei auch ein aktueller, politischer Trend, sagt Evita Schmieg:
"Wir haben einerseits eine zunehmende internationale Diskussion über dieses Thema. Auch Bemühungen um internationale Regelsetzung in diesem Bereich. Gleichzeitig gibt es aber auch private oder freiwillige Standards: Hier sagen Unternehmen zu ihren Lieferanten, dass sie kaufen, wenn bestimmte soziale und ökologische Standards eingehalten würden. Das ist derzeit eine Bewegung von oben und unten. "
Es gebe derzeit allerdings zu viele Standards, die die Verbraucher oft gar nicht kennen würden, sagt Vera Scholz von der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit:
"Ja, der Konsument hat im Moment noch die Aufgabe, sich selbst zu informieren. Aber so schlecht ist dies vielleicht gar nicht. Der Konsument muss also nachhaken, wo die Produkte eigentlich herkommen. Er muss fragen, wie produziert wird. Durch die Vielzahl von Labeln in diesem Bereich kommt man ja auch zum nachdenken - was kaufe ich da? Sind gelabelte Produkte besser? Was steckt denn dahinter?"
Somit habe der mögliche Erfolg solcher Labels oder Zertifikate zwei Seiten: Zum einen die Umsetzung in den Ländern vor Ort, aber eben auch die Kaufbereitschaft oder Sensibilität der Verbraucher in den reichen Ländern dieser Welt.