Krieg in der Ukraine
Freiwilliger Richardson: "Entweder Sieg oder Vernichtung"

Seit zweieinhalb Jahren wehrt sich die Ukraine gegen die Invasion Russlands auf ihr Territorium. Die Motivation auf Seiten der Bevölkerung und der Soldaten ist weiterhin hoch, berichtet ein Freiwilliger, der mehrfach in der Ukraine war.

    Ein ukrainischer Frontsoldat wird medizinisch behandelt. Man sieht zwei Hände ins Bild hineinreichen, die den Mann am Bein behandeln. Der Soldat auf dem Behandlungstisch hat eine Hose in Tarnfleck an, die Füße sind nackt. Man sieht den Körper hüftabwärts im Bild-
    Ein ukrainischer Soldat wird medizinisch behandelt. (picture alliance / Anadolu / Ozge Elif Kizil)
    "Sie müssen sich entscheiden zwischen Sieg oder Vernichtung", sagte der in Deutschland lebende US-Amerikaner Mike Richardson im Deutschlandfunk. Der Projektmanager war ursprünglich in die Ukraine gereist, um Möglichkeiten für einen Wiederaufbau des Landes zu erkunden. Doch das habe ihm nur als Vorwand gedient, erzählte er. Denn sein eigentliches Ziel war es, wichtige Gesundheitsausrüstung zu den Soldaten in den Kampfgebieten zu bringen, um dadurch Leben zu retten. Dabei sei er auch in Kampfhandlungen verwickelt worden, die ihn nachhaltig geprägt hätten. Manche Eindrücke werde er sein Leben lang nicht mehr vergessen.
    Angesichts des seit zweieinhalb Jahren andauernden Krieges rief Richardson dazu auf, die Ukraine nicht nur als Kriegsgebiet zu betrachten. Sie biete großes Potenzial als wichtiger Wirtschaftspartner Deutschlands und der Europäischen Union. Deshalb habe er seinen Einsatz dort in gewisser Weise für Europa und für Deutschland geleistet, auch wenn er kein offizielles Mandat gehabt habe.
    Diese Nachricht wurde am 24.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.