Börsenverein des Deutschen Buchhandels
Friedenspreis geht an Historiker Karl Schlögel

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht in diesem Jahr an den Historiker und Essayisten Karl Schlögel.

    Karl Schlögel trägt ein dunkles Sacko mit hellem Hemd und eine schwarze runde Brille. Er sitzt vor einem schwarzen Hintergrund und spricht.
    (picture alliance / dpa / Gerald Matzka)
    Das wurde in Frankfurt am Main bekannt gegeben. Als einer der Ersten habe der Osteuropa-Kenner vor der aggressiven Expansionspolitik des russischen Präsidenten Putin gewarnt, teilte die Jury mit. Schlögels Mahnung habe gelautet, ohne eine freie Ukraine könne es keinen Frieden in Europa geben.
    Schlögel wurde 1948 in Hawangen im Allgäu geboren. 1966 reiste er erstmals in die Sowjetunion, 1968 erlebte er den Prager Frühling persönlich. - Mit Werken wie "Terror und Traum" oder "Das sowjetische Jahrhundert" habe er Maßstäbe für eine anschauliche, lebendige Geschichtsschreibung gesetzt, erklärte der Börsenverein. 
    Mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels werden Persönlichkeiten gewürdigt, die in Literatur, Wissenschaft oder Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen haben. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert.
    Diese Nachricht wurde am 29.07.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.