
Zehntausende Arbeitsplätze in der Branche seien gefährdet, außerdem drohe ein Verpassen der Klimaziele. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands, Körnig, erklärte, eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung wünsche sich vielmehr, dass der Ausbau der Solarenergie beschleunigt werde.
Der Bundesverband Erneuerbare Energie nannte den Entwurf einen "weiteren Angriff auf die Erneuerbaren Energien". Die erfolgreiche Fortführung der Energiewende werde blockiert, das bedrohe Arbeitsplätze und die Widerstandsfähigkeit gegen Krisen.
SPD und Grüne sind gegen Entwurf
Auch in der Politik stießen Reiches Pläne auf Widerspruch, vor allem bei den Grünen, aber auch beim Koalitionspartner SPD. Die energiepolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bundestag, Scheer, erklärte, nach den Plänen zum Netzanschlusspaket sei dies ein weiterer Entwurf, der den Aussagen des Koalitionsvertrages zur Energiewende widerspreche. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Dröge, sprach von einem "Solarkiller". Für viele Eigenheimbesitzer werde das Solardach damit unwirtschaftlich.
In dem Entwurf für eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes heißt es, insbesondere kleine Solaranlagen seien aufgrund gesunkener Kosten oft bereits ohne zusätzliche Förderung wirtschaftlich. Bisher wird auf dem eigenen Dach erzeugter Solarstrom 20 Jahre lang finanziell gefördert. Konkret geht es um Anlagen bis 25 Kilowatt installierter Leistung. Anlagen mit einer Leistung über 25 Kilowatt sollen künftig einen einheitlichen Fördersatz erhalten - statt einen nach Größe differenzierten wie bisher. Ein Sprecher des Ministeriums sagte, man sei noch in der internen Vorbereitung der Novelle; an dem Entwurf werde derzeit noch gearbeitet.
Diese Nachricht wurde am 27.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






