
"Wir setzen die europäische Migrationswende konsequent fort", kündigte er an. Die Kommission werde am Dienstag einen Gesetzesvorschlag präsentieren, um Frontex breiter und stärker aufzustellen: "Wer kein Recht hat, in der EU zu bleiben, muss sie auch tatsächlich verlassen."
"Abschiebe-Koordinationszentrum"
Nach dem Willen der EU-Kommission solle künftig ein "Abschiebe-Koordinationszentrum" in Europa entstehen, bei dem Frontex eine zentrale Rolle spielen werde, erklärte Brunner als zuständiger EU-Erweiterungskommissar.
Die Zahl der Rückführungen in der EU sei im laufenden Jahr deutlich gestiegen, fügte er hinzu - auch wenn dies noch nicht genug sei. In den ersten zehn Monaten sei fast jeder dritte abgelehnte Asylbewerber aus der EU in sein Heimatland oder ein anderes Drittland abgeschoben worden. Im vergleichbaren Zeitraum 2025 sei es nur jeder fünfte gewesen.
Leere Kassen
Die Zeitung berichtete unter Berufung auf informierte Kreise der EU-Kommission, Frontex sei trotz eines Haushalts von mehr als einer Milliarde Euro im laufenden Jahr das Geld für das sogenannte EU-Reintegrationsprogramm ausgegangen. Mit diesem Geld wird Personen, die freiwillig zurückkehren, eine finanzielle Unterstützung für eine Reintegration in ihrem Heimatland angeboten.
Grund für die leeren Kassen ist demnach, dass die Nachfrage nach dem Programm zuletzt stark angestiegen sei. Laut internen Zahlen der EU-Kommission seien bis Oktober bereits mehr als 21.200 Personen registriert worden - rund 59 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Diese Nachricht wurde am 25.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.









