Anhörung im US-Kongress
Frühere Außenministerin Clinton weist Vorwürfe im Epstein-Ausschuss zurück

Die frühere US-Außenministerin Clinton hat bei einer Befragung vor dem Kongress jede Kenntnis von Straftaten des verurteilten Sexualstraftäters Epstein zurückgewiesen.

    Hillary Clinton spricht in ein Mikrofon, das sie in der rechten Hand hält.
    Hillary Clinton wurde per Video zugeschaltet (Archivbild) (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Rafiq Maqbool)
    Sie habe kein Wissen von Epsteins kriminellen Aktivitäten gehabt und erinnere sich nicht daran, ihn jemals getroffen zu haben, erklärte Clinton laut ihrem in den sozialen Medien schriftlich verbreiteten Eröffnungsstatement. Sie sei weder mit ihm geflogen noch habe sie seine Insel oder Anwesen besucht. Die 78-Jährige forderte den zuständigen Kontrollausschuss auf, den amtierenden Präsident Trump unter Eid zu befragen, da auch dieser mehrfach in den Epstein-Akten auftauche.
    Clinton wurde während der nicht-öffentlichen Anhörung per Video aus ihrem Wohnort zugeschaltet. Am Freitag soll ihr Ehemann Bill in aussagen. Der frührere Präsident wird - ebenso wie der derzeitige Amtsinhaber Trump - vielfach in den Epstein-Dokumenten erwähnt. Clinton hat ein Fehlverhalten wiederholt bestritten.

    Politische Aufarbeitung im Kongress

    Der Ausschuss soll das Missbrauchs- und Sexhandelsnetzwerk des 2019 gestorbenen Finanzinvestors Epstein politisch aufarbeiten. Der Vorsitzende James Comer von den Republikanern betonte, derzeit werde den Clintons kein Fehlverhalten vorgeworfen. Man wolle klären, wie Epstein zu Einfluss und Reichtum gekommen sei und welche Netzwerke ihn geschützt hätten.
    Die Demokraten sehen in der Vorladung der Clintons ein politisches Manöver, um von Trumps eigener Verstrickung in den Epstein-Skandal abzulenken.
    Diese Nachricht wurde am 26.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.