Wegen Iran-Krieg
Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsinstitute: Wachstumsprognose mehr als halbiert

Die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr wegen der stark gestiegenen Energiepreise mehr als halbiert.

    Berlin: Auf einem Schild befindet sich das Logo und der Schriftzug Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
    Schild vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (picture alliance / ZB / Sascha Steinach)
    Laut ihrem Frühjahrsgutachten erwarten sie eine Zunahme der deutschen Wirtschaftsleistung um nur 0,6 Prozent. Im vergangenen Herbst hatten die Ökonomen noch mit 1,3 Prozent gerechnet. Für das kommende Jahr wird ein Wachstum um 0,9 anstatt zuvor prognostizierten 1,4 Prozent erwartet. Der Konjunkturchef des Münchner Ifo-Instituts, Wollmershäuser, sagte bei der Vorstellung des Gutachtens in Berlin, der Energiepreisschock treffe die Wirtschaft hart. Gleichzeitig stütze aber die expansive Fiskalpolitik der Regierung die Binnenwirtschaft und verhindere ein stärkeres Abrutschen.
    Bundeswirtschaftsministerin Reiche erklärte, die Botschaft der Frühjahrsdiagnose sei eindeutig: Der Konflikt im Nahen Osten erhöhe den Druck auf die deutsche Politik, Strukturreformen konsequent anzugehen. Das Gutachten dient der Bundesregierung als Grundlage für ihre eigene Prognose, die am 22. April vorgestellt wird.
    Diese Nachricht wurde am 01.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.