Wegen Iran-Krieg
Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsinstitute: Wachstumsprognose mehr als halbiert

Die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr wegen der stark gestiegenen Energiepreise mehr als halbiert.

    Ein dickes Buch steht auf einer Glasscheibe. Im Hintergrund findet eine Pressekonferenz im Saal der Bundespressekonferenz in Berlin statt: Schemenhafte Personen sitzen an einem Holztisch.
    Die gedruckte Ausgabe der Frühjahrsprognosse vor dem Saal der Bundespressekonferenz in Berlin (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Laut ihrem Frühjahrsgutachten erwarten sie eine Zunahme der deutschen Wirtschaftsleistung um nur noch 0,6 Prozent. Im vergangenen Herbst hatten die Ökonomen noch mit 1,3 Prozent gerechnet. Für das kommende Jahr wird ein Wachstum um 0,9 anstatt zuvor prognostizierten 1,4 Prozent erwartet.
    Der Konjunkturchef des Münchner Ifo-Instituts, Wollmershäuser, sagte, der Energiepreisschock treffe die Wirtschaft hart. Gleichzeitig stütze aber die expansive Fiskalpolitik der Regierung die Binnenwirtschaft und verhindere ein stärkeres Abrutschen. Bundeswirtschaftsministerin Reiche erklärte, der Konflikt im Nahen Osten erhöhe den Druck auf die deutsche Politik, Strukturreformen konsequent anzugehen.
    Diese Nachricht wurde am 01.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.