Berlin
Frühstartrente: Bundeskabinett einigt sich auf Altersversorgung für Kinder

Kinder sollen künftig Geld vom Staat bekommen, um Vermögen fürs Alter aufzubauen.

    Lars Klingbeil (SPD), Bundesminister der Finanzen, Vizekanzler und SPD-Bundesvorsitzender, leitet die Sitzung des Bundeskabinetts im Bundeskanzleramt.
    Das Bundeskabinett einigt sich auf Altersversorgung für Kinder und Jugendliche. (Kay Nietfeld / dpa)
    Das sieht ein Gesetzentwurf von Finanzminister Klingbeil für eine neue so genannte Frühstartrente vor, den das Kabinett in Berlin beschloss. Der Bund soll damit für jedes Kind, das sechs Jahre alt wird, bis zum 18. Lebensjahr monatlich zehn Euro in ein Altersvorsorgedepot einzahlen. Das erreichte Kapital soll frühestens mit dem 65. Lebensjahr ausgezahlt werden. Bis zum Renteneintritt könne ein Depotwert von rund 53.000 Euro erreicht werden, heißt es.
    Mit zusätzlichen freiwilligen Zuzahlungen etwa von Eltern könne der Wert auf bis zu 107.000 Euro steigen.
    Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Ehling, kritisierte, zehn Euro im Monat würden Altersarmut nicht verhindern. Soziale Ungleichheit würde bis ins Rentenalter verlängert.
    Diese Nachricht wurde am 12.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.