Hubschrauberabsturz im Iran
Fünftägige Staatstrauer nach Tod von Präsident Raisi

Nach dem Tod des iranischen Präsidenten Raisi bei einem Hubschrauberabsturz hat Religionsführer Chamenei eine fünftägige Staatstrauer angeordnet.

20.05.2024
    Das Wrack des iranischen Präsidenten-Hubschraubers in einem Waldgebiet
    Das Wrack des iranischen Präsidenten-Hubschraubers in einem Waldgebiet (Deutschlandradio)
    Chamenei erklärte, dass gemäß der Verfassung Vizepräsident Mochber die Führung der Regierungsgeschäfte übernehme. Dieser müsse innerhalb von 50 Tagen eine Neuwahl des Präsidenten organisieren. Das Amt des ebenfalls ums Leben gekommenen Außenministers Amirabdollahian erhält nach einer Entscheidung der iranischen Regierung der Politiker Bagheri.
    Zahlreiche Staats- und Regierungschefs sprachen ihr Beileid zum Tod von Präsident Raisi aus, darunter Russlands Präsident Putin und Chinas Präsident Xi. Der Hubschrauber mit insgesamt neun Insassen war gestern im Nordwesten des Irans als vermisst gemeldet worden. Er wurde erst am Morgen in unwegsamem Gelände gefunden. Alle Menschen an Bord wurden tot geborgen.
    Raisi war seit 2021 Präsident des Iran und galt als Hardliner.
    Diese Nachricht wurde am 20.05.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.