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StartseiteSternzeitFunken vom Halleyschen Kometen03.05.2000

Funken vom Halleyschen Kometen

Ein bescheidener Sternschnuppenstrom erreicht heute und morgen nacht sein Maximum. Während der Meteorstrom im Durchschnitt nur etwa 20 Sternschnuppen pro Stunde zeigt, können es zur Zeit des Maximums bis zu 60 sein.

Damond Benningfield

Bei dem Strom handelt es sich um die Eta-Aquariden - auch Mai-Aquariden genannt. Da ihr Radiant in dem horizontnahen Sternbild Wassermann - lateinisch Aquarius - liegt, sind die Sternschnuppen in unseren Breiten nicht gerade spektakulär. In südlichen Ländern sind die Eta-Aquariden ein durchaus auffälliger Sternschnuppenstrom.

Die Meteore der Mai-Aquariden entstehen, wenn die Erde auf ihrer Bahn den Pfad des Halleyschen Kometen durchquert. Staubteilchen, die der Komet verstreut hat, krachen mit etwa 240 000 Stundenkilometern in die Erdatmosphäre. Dort verglühen sie in hellen Lichtstreifen - in Sternschnuppen.

Die Eta-Aquariden sind einer von zwei Sternschnuppenströmen, die der Halleysche Komet verursacht. Zur Zeit durchquert die Erde den Teil der Kometenbahn, der in Richtung Sonne verläuft. Im Oktober zieht unser Planet dann durch den Bahnteil, den der Komet in Richtung äußeres Sonnensystem nimmt. Dann sehen wir die Sternschnuppen der Orioniden.

Am besten beobachten Sie den Sternschnuppenstrom von einem dunklen Beobachtungsort. Glücklicherweise hilft Ihnen der Mond, der morgen früh seine Neumondphase erreicht und dadurch nicht mit seinem Licht stört. Die beste Beobachtungszeit sind die Stunden nach Mitternacht.

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