"Uninteressante Spiele"
Fußball-Verbände aus Afrika, Zentralasien und der Karibik wehren sich gegen Čeferin

Fußballverbände aus Afrika, Asien und der Karibik haben die Äußerungen von UEFA-Präsident Čeferin über uninteressante Spiele bei der Fußball-Weltmeisterschaft kritisiert.

    Aleksander Ceferin beim UEFA-Kongress am 08. Februar.
    UEFA-Präsident Aleksander Čeferin steht wegen umstrittener Äußerungen in der Kritik (Archivbild). (IMAGO / PA Images / IMAGO / Mike Egerton)
    "Für unsere Länder ist kein WM-Spiel bedeutungslos", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Senegal, Kap Verde, Curaçao, Usbekistan, Haiti und der Demokratischen Republik Kongo sowie deren Unterstützer Algerien, Tunesien, Marokko, Ägypten, Ghana, Elfenbeinküste und Südafrika. Für die WM-Neulinge Kap Verde, Curaçao und Usbekistan sei die Turnier-Teilnahme ein historischer Erfolg und die Erfüllung eines generationenübergreifenden Traumes. Die Rückkehr von Haiti und Kongo habe nach langer Abwesenheit eine besondere Bedeutung für Millionen von Fans.
    Čeferin hatte jüngst auf einer Pressekonferenz erklärt, dass die Ausweitung der WM auf 48 Teilnehmer dem Fußball nicht guttue, weil "viele Spiele völlig uninteressant" seien. Zugleich hatte er aber auch gesagt, dass die WM auch kleineren Ländern die Teilnahme ermögliche und sie die Atmosphäre der Weltmeisterschaft spüren lasse, was auch sehr wichtig sei.
    Diese Nachricht wurde am 15.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.