Sechzehntelfinale
Fußball-WM: Deutschland scheitert im Elfmeterschießen gegen Paraguay

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft ist die deutsche Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale ausgeschieden. Die DFB-Elf verlor gegen Paraguay im Elfmeterschießen mit 3:4. Es war die erste Niederlage dieser Art bei einer WM.

    Felix Nmecha (M, Deutschland) und Miguel Almirón (r, Paraguay) kämpfen um den Ball.
    Felix Nmecha (M, Deutschland) und Miguel Almirón (r, Paraguay) (Federico Gambarini / dpa )
    Zunächst hatte Kai Havertz in der 54. Minute mit seinem dritten WM-Treffer die Führung Paraguays durch Julio Enciso (42.) vor 63.945 Zuschauern in Foxborough südwestlich von Boston noch ausgleichen können. Bei knapp über 30 Grad auf dem Rasen taten sich die Deutschen gegen Paraguays enge Defensivketten vor allem in Hälfte eins extrem schwer. Die fußballerisch als limitiert eingeschätzten Südamerikaner verdichteten auch ohne den angeschlagenen Ex-Herthaner Omar Alderete in der Abwehr geschickt die Räume.

    Gleich drei deutsche Elfmeterschützen patzten

    Ein Siegtreffer gelang dann weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung. Hektisch wurde es, als Jonathan Tah in der 102. Minute einköpfte, Schiedsrichter Jalal Jayed den Treffer aber zurücknahm, weil Anton nach Jayeds Meinung Torhüter Gill zu stark bedrängte. "Absolut nicht nachvollziehbar", kommentierte ZDF-Schiedsrichter-Experte Thorsten Kinhöfer. Im Elfmeterschießen vergaben schließlich Kai Havertz, Nick Woltemade - und ausgerechnet Jonathan Tah. Es war die erste Niederlage in einem Elfmeterschießen in der deutschen WM-Geschichte.
    Zunächst hatte Kai Havertz in der 54. Minute mit seinem dritten WM-Treffer die Führung Paraguays durch Julio Enciso (42.) vor 63.945 Zuschauern in Foxborough südwestlich von Boston noch ausgleichen können. Bei knapp über 30 Grad auf dem Rasen taten sich die Deutschen gegen Paraguays enge Defensivketten vor allem in Hälfte eins extrem schwer. Die fußballerisch als limitiert eingeschätzten Südamerikaner verdichteten auch ohne den angeschlagenen Ex-Herthaner Omar Alderete in der Abwehr geschickt die Räume.

    Gleich drei deutsche Elfmeterschützen patzten

    Ein Siegtreffer gelang dann weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung. Hektisch wurde es, als Jonathan Tah in der 102. Minute einköpfte, Schiedsrichter Jalal Jayed den Treffer aber zurücknahm, weil Anton nach Jayeds Meinung Torhüter Gill zu stark bedrängte. "Absolut nicht nachvollziehbar", kommentierte ZDF-Schiedsrichter-Experte Thorsten Kinhöfer. Im Elfmeterschießen vergaben schließlich Kai Havertz, Nick Woltemade - und ausgerechnet Jonathan Tah. Es war die erste Niederlage in einem Elfmeterschießen in der deutschen WM-Geschichte.

    Nagelsmann: "Stehe weiter zur Verfügung"

    Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte bereits klar gemacht, welche große Bedeutung das K.-o.-Spiel hat: "Im Fußball geht es nur ums Gewinnen. Wenn du gewinnst, ist alles perfekt. Wenn du verlierst, ist alles shit. Also müssen wir gewinnen", sagte er. Die DFB-Elf hatte bei der ersten WM mit 48 Teams erstmals seit dem Titelgewinn 2014 in Brasilien wieder die Gruppenphase überstanden.
    Gefragt nach seiner Zukunft sagte Nagelsmann bei MagentaTV: "Nee, habe ich ja nicht in der eigenen Hand. Ich stehe bereit, wenn man das möchte. Und wenn man das nicht möchte, muss man mir das sagen." Die Enttäuschung sei "extrem groß", er stehe aber weiter zur Verfügung, erklärte er auch im ZDF.
    Diese Nachricht wurde am 30.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.