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Fussball-WM
"Nur Merkel gibt Blatter eine Plattform"

Bei der WM halten sich die FIFA-Funktionäre in den Stadien auffällig zurück. DLF-Reporter Philipp May sagt: "Sie sind absolut unsichtbar." Mit einer Ausnahme.

Philipp May im Gespräch mit Moritz Küpper | 21.06.2014

Joseph Blatter sitzt zurückgelehnt lachend und schaut zu Angela Merkel herüber, die lacht und klatscht.
FIFA-Chef Joseph Blatter und Bundeskanzlerin Angela Merkel freuen sich beim Spiel Deutschland gegen Portugal. (dpa / Marcus Brandt)
"Nur Angela Merkel hat Sepp Blatter eine Plattform gegeben, als sie sich mit ihm hat fotografieren lassen und einen FIFA-Wimpel ausgetauscht hat." In der Bevölkerung Brasiliens sei Blatter eine persona non grata. Das liegt vor allem daran, dass die Menschen mit der Art und Weise, wie die FIFA die WM ausrichtet unzufrieden sind.
Dagegen und gegen die sozialen Missstände im Land gebe es nach wie vor Proteste, "aber keine so großen". Das sei vor einem Jahr beim Confed-Cup deutlich mehr gewesen. "Das heißt nicht, dass die Leute hier alles toll finden." Viele würden aber denken, dass die WM jetzt wichtiger sei und man die "Selecao" unterstützen müsse auf dem Weg zum 6. WM-Titel.
Das vollständige Gespräch können Sie bis mindestens 21. Dezember 2014 als Audio-on-demand abrufen.