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Kongress in Bremen beendet
Fußgänger fordern mehr Rechte ein

Nach Abschluss des vierten Deutschen Fußverkehrskongresses in Bremen gibt es Zuversicht, dass die Politik die Belange von Fußgängern künftig stärker in den Blick nimmt.

    Fußgänger auf der Grenzbrücke zwischen Frankfurt/Oder und der polnischen Stadt Slubice.
    "Menschen gehen dort gerne zu Fuß, wo es angenehm ist, nicht an stark belasteten Straßen." (IMAGO / Jochen Eckel)
    Die Vertreterinnen und Vertreter des Bundesverkehrsministeriums hätten glaubhaft erklärt, dass das Thema bei ihnen angekommen sei, sagte der Vorstand des Interessenvereins "Fuss e.V.", Stimpel, dem Evangelischen Pressedienst. Sie hätten bis zum Sommer eine Fußverkehrsstrategie angekündigt, die mit der erfolgreichen Radverkehrsstrategie vergleichbar sein solle.
    In der Hansestadt hatten mehr als 400 Fachleute aus ganz Deutschland zwei Tage lang beraten. Viele betonten, dass der Fußverkehr die am meisten vernachlässigte und unterschätzte Verkehrsart überhaupt sei. Ein Viertel aller Wege in der Stadt würden zu Fuß erledigt, auf dem Land etwas weniger, hieß es. Dabei gebe es viele Beeinträchtigungen wie zugeparkte Gehwege oder zugestellte Ecken. Sicherheit und Aufenthaltsqualität etwa durch Bänke seien entscheidend für attraktive Wege.
    Diese Nachricht wurde am 20.04.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.