Paris
G7-Digitalminister-Konferenz einigt sich auf Abschlusserklärung zu Kinderschutz im Internet

Die G7-Digitalminister haben sich bei einer Konferenz in Paris zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in Onlinediensten auf gemeinsame Grundsätze geeinigt.

    Eine Frau tippt auf einem Smartphone-Screen. Das Bild zeigt eine Person, die in einer schlecht beleuchteten Umgebung ein Smartphone benutzt. Die Beleuchtung hebt die Finger des Benutzers und den Bildschirm des Smartphones hervor.
    "Die Behörden können künftig weitaus anspruchsvoller gegenüber digitalen Plattformen auftreten." (picture alliance / M.i.S. / Bernd Feil)
    Der Schutz von Minderjährigen im Internet sei jetzt "eine internationale Priorität", sagte die französische Staatssekretärin für Digitales, Le Hénanff. Die vereinbarten Grundsätze, etwa eine Altersüberprüfung und der Kampf gegen illegale Inhalte, erlaubten es den Behörden in den Ländern, künftig "weitaus anspruchsvoller" gegenüber digitalen Plattformen aufzutreten und ihnen "keine andere Wahl zu lassen, als ihre Arbeitsweise zu ändern". Der deutsche Ressortchef Wildberger (CDU) hatte erklärte, bereits die Vorgespräche seien sehr gut gewesen.
    Auf einen gemeinsamen Standpunkt beim Thema Künstliche Intelligenz und Energieverbrauch konnten sich die Teilnehmer der Pariser Konferenz indes nicht einigen. Hintergrund ist, dass die Zunahme von KI-Anwendungen große Rechenzentren nötig macht und viel Energie verbraucht.
    Die Beratungen der Digitalminister dienten als Vorbereitung für den G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs im Juni im französischen Evian. Frankreich hatte im Januar den rotierenden Vorsitz der Gruppe der sieben großen Industrienationen übernommen. Dazu gehören die USA, Deutschland, Frankreich, Kanada, Großbritannien, Japan und Italien. 
    Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.