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StartseiteSternzeitAusstellungspause wegen Rostfraß20.10.2019

Gasometer Oberhausen muss renoviert werdenAusstellungspause wegen Rostfraß

Vor neun Jahren konnte man in Oberhausen den größten Mond auf Erden bestaunen. Mit einem Durchmesser von 25 Metern schwebte er über den Betrachtern im Gasometer, der einmaligen Ausstellungshalle am Rhein-Herne-Kanal.

Von Hermann-Michael Hahn

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Der weithin sichtbare Gasometer im Norden Oberhausens präsentierte vor zehn Jahren die Ausstellung "Sternstunden". (DLR)
Der weithin sichtbare Gasometer im Norden Oberhausens präsentierte vor zehn Jahren die Ausstellung "Sternstunden". (DLR)

Begleitet wurde er im Rahmen der Ausstellung "Sternstunden" von zahlreichen Fotos, die Raumsonden von den anderen Planeten des Sonnensystems gemacht hatten, sowie von historischen und zeitgenössischen Gerätschaften zur Erkundung des Himmels.

Und wer mit dem gläsernen Innenaufzug zur Aussichtsplattform auf dem Dach fuhr, fühlte sich ein wenig wie ein Astronaut, der am Mond vorbeiflog und schließlich von weit oben auf ihn herabblicken konnte.

Herzstück der Ausstellung "Sternstunden" im Gasometer Oberhausen war der "größte Mond der Erde": ein 25 Meter großer Ballon, der als Projektionsfläche für eine photographische Karte der Mondoberfläche einschließlich der Simulation der Mondphasen diente. (DLR)Herzstück der Ausstellung "Sternstunden" im Gasometer Oberhausen war der "größte Mond der Erde": ein 25 Meter großer Ballon, der als Projektionsfläche für eine photographische Karte der Mondoberfläche einschließlich der Simulation der Mondphasen diente. (DLR)

Bilder von Erdbeobachtungssatelliten

Es war nicht die erste Ausstellung mit himmlischem Bezug: Schon drei Jahre zuvor waren unter dem Titel "Das Auge des Himmels" rund sechzig großformatige Satellitenaufnahmen der Erdoberfläche, Modelle von Erdbeobachtungssatelliten und die Oberstufe der europäischen Trägerrakete Ariane Fünf zu sehen. Dazu hatte das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum in Oberpfaffenhofen wertvolle Unterstützung geleistet.

2016/2017 stand schließlich die Erde selbst als zwanzig Meter großer Globus im Zentrum der Ausstellung "Wunder der Natur". Auf dem Riesenglobus waren die Bilder von Erdbeobachtungssatelliten zu sehen.

Am Sonntag wird der Gasometer in Oberhausen, Europas höchste Ausstellungshalle, fürs erste seine Tore schließen. Im nächsten Jahr soll er für knapp 15 Millionen Euro entrostet und für weitere drei Jahrzehnte Ausstellungsbetrieb fit gemacht werden.

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