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Österreich
Gastronomen fordern Abkehr von Fleischzwang in Kochlehre

In Österreichs Gastronomie wird zunehmend eine Reform der Kochlehre gefordert. Grund ist, dass Restaurants laut Ausbildungsordnung des Wirtschaftsministeriums hauptsächlich österreichische Speisen wie Schnitzel, Gulasch und Tafelspitz anbieten müssen, um Lehrlinge für die Kochausbildung aufnehmen zu dürfen.

26.05.2023
    Eine junge Köchin bei der Arbeit
    Österreich schreibt gewisse Kriterien für die Kochausbildung vor. (dpa / picture-alliance / Jens Büttner)
    Wer nicht mindestens zwei Drittel typisch österreichische Speisen auf der Karte führt, wird von der Wirtschaftskammer als Lehrbetrieb abgelehnt. Daher bekommen asiatische, italienische und andere internationale Lokale als Ausbildungsbetriebe eine Absage. Ähnliches gilt für Restaurants mit überwiegend vegetarischer oder veganer Küche. Betroffene Gastronomen beklagen, dass sie selbst bei bestehendem Interesse von Nachwuchskräften in ihren Betrieben nichts gegen den Fachkräftemangel unternehmen können.
    Wie "Der Standard" berichtet, bereitet das Bundesministerium für Arbeit in Österreich nun Neuerungen in der Bildung von Lehrlingen vor.
    Diese Nachricht wurde am 26.05.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.