Naher Osten
Gazastreifen: Kanzler Merz kündigt in Abstimmung mit Frankreich und Großbritannien weitere Schritte an

Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben mit Blick auf die humanitäre Situation im Gazastreifen weitere Schritte vereinbart.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron (links) mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz und dem britischen Premierminister Keir Starmer
    Der französische Präsident Emmanuel Macron (links) mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz und dem britischen Premierminister Keir Starmer (Archivbild) (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Kin Cheung)
    Bundeskanzler Merz erklärte nach einem Telefonat mit dem britischen Premierminister Starmer und dem französischen Präsidenten Macron, es gebe eine große Übereinstimmung über den Kurs in der Nahost-Politik. Die britische Regierung teilte mit, Starmer, Merz und Macron hätten die Lage im Gazastreifen als entsetzlich eingeschätzt. Sie hätten die dringende Notwendigkeit eines Waffenstillstands betont, sowie dass Israel alle Beschränkungen für Hilfen aufheben müsse. Großbritannien hat zudem eine Zusammenarbeit mit Jordanien angekündigt, um Hilfsgüter über dem Gazastreifen abzuwerfen.
    Die humanitäre Katastrophe müsse jetzt enden. Laut Welternährungsprogramm ist die gesamte Bevölkerung Gazas - und damit etwa zwei Millionen Menschen - von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen.
    Nach palästinensischen Angaben haben israelische Soldaten erneut Menschen beim Warten auf humanitäre Hilfe getötet. So seien 16 Menschen getötet und weitere 300 verletzt worden, teilten Ärzte des Schifa-Krankenhauses in Gaza-Stadt mit.
    Diese Nachricht wurde am 26.07.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.