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Deutsche Bahn
GDL präsentiert Forderungen für anstehende Tarifrunde

Die Lokführergewerkschaft GDL hat ihre Forderungen für die anstehende Tarifrunde formuliert.

08.06.2023
    Claus Weselsky, Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL).
    Claus Weselsky (Archivbild), GDL-Vorsitzender, stellt die Forderungen seiner Gewerkschaft vor. (picture alliance/dpa /Arne Dedert)
    Die GDL will unter anderem eine allgemeine Entgelterhöhung von mindestens 555 Euro durchsetzen. Für Schichtarbeiter sollen die Zulagen um 25 Prozent erhöht werden, die wöchentliche Arbeitszeit soll von derzeit 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich sinken. Zudem wird ein steuerfreier Inflationsausgleich in Höhe von 3.000 Euro verlangt. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von einem Jahr haben. Der bestehende Vertrag läuft noch bis Ende Oktober.
    Derzeit verhandelt die Bahn mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft. EVG und GDL verhandeln teils für die dieselben Berufsgruppen. Nach dem Tarifeinheitsgesetz gelten pro Betrieb nur die Tarifverträge einer Gewerkschaft. Welche das ist, hängt von der jeweiligen Zahl der Mitglieder ab. Laut Bahn galten zuletzt in 282 der 300 Betriebe bei der Bahn die Verträge der EVG und in 18 Betrieben die der GDL.
    Diese Nachricht wurde am 05.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.