
Das steinerne Grabmal von Otto dem Großen im Magdeburger Dom bröckelt und wird saniert – Forscher hatten das zum Anlass genommen, die Gebeine des mittelalterlichen Herrschers zu untersuchen. Dabei kam heraus: Sie stammen mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" vom 973 gestorbenen Kaiser, teilte das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt mit. Alter, Skelettmerkmale und Isotopenanalysen stimmten mit den historischen Angaben überein.
Die Gebeine gehörten demnach einem älteren Mann etwa um die 60 Jahre. Mit etwa 1,80 Meter sei er für das Mittelalter überdurchschnittlich groß gewesen.
Der Mann sei körperlich fit gewesen und Reiter. Jedoch habe er auch Verletzungen aus Kämpfen oder von Stürzen gehabt, so fehlten ihm drei Schneidezähne und an der Speiche des linken Armes sei ein Bruch gut verheilt. Zudem litt er an Erkrankungen der Knie- und Hüftgelenke, hieß es.
Der Mann sei körperlich fit gewesen und Reiter. Jedoch habe er auch Verletzungen aus Kämpfen oder von Stürzen gehabt, so fehlten ihm drei Schneidezähne und an der Speiche des linken Armes sei ein Bruch gut verheilt. Zudem litt er an Erkrankungen der Knie- und Hüftgelenke, hieß es.
Die Forscher fanden Belege dafür, dass Otto aufgrund eines Schlaganfalls gestorben sei. Das decke sich auch mit den historischen Quellen, die von einem plötzlichen Tod des Kaisers berichten.
Zentrale Figur der Geschichte
Otto I. wurde bereits zu Lebzeiten Otto der Große genannt. Er war der erste Kaiser des Heiligen Römischen Reichs und eine zentrale Figur der europäischen Geschichte. Im Jahr 937 gründete er in Magdeburg das Mauritiuskloster und ließ dieses zu einer prächtigen Kathedrale ausbauen.
Seine Gebeine bleiben weiter in Magdeburg, wie es hieß. Am 1. September sollen sie in einem neu gestalteten Sarg im Magdeburger Dom wieder beigesetzt werden.
Diese Nachricht wurde am 18.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
