
An der Gedenkstätte im Osloer Regierungsviertel wurden die Namen der Getöteten verlesen. Ministerpräsident Støre und der Vorsitzende der Jugendorganisation der norwegischen Sozialdemokraten, Skjervø, legten Kränze nieder. Skjervø hatte das Massaker auf Utøya selbst überlebt.
Støre erklärte, Norwegen trauere seit 15 Jahren. Die brutale Geschichte dieses politisch motivierten Massenmords müsse erzählt und erklärt werden, auch angesichts von Lügen und Verschwörungserzählungen, wie der Behauptung, die Anschläge vor 15 Jahren seien inszeniert gewesen.
Am 22. Juli 2011 hatte der Rechtsterrorist Breivik eine Autobombe im Regierungsviertel der norwegischen Hauptstadt gezündet und dabei acht Menschen getötet. Danach fuhr er auf die Insel Utøya. Dort gab er sich als Polizist aus und eröffnete das Feuer auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des jährlichen Sommerlagers der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei. 69 Menschen, vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, starben.
Diese Nachricht wurde am 22.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
