20. Juli 1944
Gedenken an gescheitertes Hitler-Attentat um Graf von Stauffenberg vor 82 Jahren - "Widerstand vereinte Milieus"

In Berlin ist mit einer Feierstunde an das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler und den versuchten Umsturz des NS-Regimes vor 82 Jahren erinnert worden.

    Teilnehmer, viele Minister und Ministerinnen, stehen während einer Gedenkveranstaltung der Bundesregierung im Ehrenhof des Bendlerblocks anlässlich des Nationalen Gedenktags an den Widerstand gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft.
    Nationaler Gedenktag an den Widerstand (Sebastian Christoph Gollnow / dpa / Sebastian Christoph Gollnow)
    Bundesbildungsministerin Prien sagte in ihrer Rede, der Widerstand des 20. Juli und anderer Gruppen erinnere daran, dass Demokratie nicht allein durch Institutionen gestützt werde. Sie lebe von einer Ethik der bürgerlichen Verantwortung, von Menschen, die bereit seien, Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen, auch wenn dies unbequem sei.
    Bei der Gedenkveranstaltung kam es zu einem Eklat. Ein Verwandter des NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer versuchte, einen Kranz der AfD-Bundestagsfraktion zu entfernen. Sicherheitsmitarbeiter gingen dazwischen, der Kranz wurde dabei beschädigt.
    Am 20. Juli 1944 versuchte eine Gruppe um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Adolf Hitler zu töten. Der Staatsstreich misslang. Stauffenberg und seine Mitstreiter wurden einen Tag später im Bendlerblock erschossen.
    Diese Nachricht wurde am 20.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.