Mittwoch, 19.09.2018
 
Seit 13:35 Uhr Wirtschaft am Mittag
StartseiteSternzeitGedenken an Hilmar Duerbeck06.03.2013

Gedenken an Hilmar Duerbeck

Zu den bedeutenden, aber eher dezent im Hintergrund wirkenden Astronomen in Deutschland gehörte Hilmar Duerbeck. Er ist im Januar 2012 im Alter von nur 63 Jahren völlig unerwartet verstorben.

Von Dirk Lorenzen

Hilmar Duerbeck auf der Festung von Vardö in Norwegen (Duerbeck/Skyweek)
Hilmar Duerbeck auf der Festung von Vardö in Norwegen (Duerbeck/Skyweek)
  • E-Mail
  • Teilen
  • Tweet
  • Drucken
  • Podcast

Nach dem Studium in Saarbrücken und Bonn begann er Mitte der siebziger Jahre am Observatorium Hoher List in der Eifel. Danach wurde er Professor in Münster, war zeitweise an Universitäten in Chile tätig und arbeitete schließlich viele Jahre an der Freien Universität in Brüssel.

Das Forschungsinteresse Hilmar Duerbecks galt vor allem Novae, Supernovae und Sternen, bei denen es immer wieder zu Explosionen auf der Oberfläche kommt.

Anders als manche Forschungskollegen hatte er einen enormen Überblick über weite Bereiche der Himmelskunde und eine überragende Kenntnis der Wissenschaftsgeschichte. Zudem war er ein exzellenter Beobachter des Sternenhimmels, was bei Profiastronomen eher ungewöhnlich ist.

1975 war er gerade zum Beobachten auf der Sternwarte La Silla in Chile, als ihm mit bloßem Auge die Nova Cygni auffiel, ein Stern im Schwan, der vorübergehend viel heller geworden war. Dank seiner Entdeckung ließen sich sofort wichtige Daten dieses Objekts gewinnen.

Hilmar Duerbeck war über dreißig Jahre mit Waltraut Seitter verheiratet, der ersten Astronomieprofessorin in Deutschland. Sie ist vier Jahre vor ihm verstorben.

Am kommenden Sonnabend erinnern Freunde und Kollegen in einem Gedenkkolloquium in Bonn an sie - an die beiden großen Astronomen Waltraut Seitter und Hilmar Duerbeck.

Programm des Gedenk-Kolloquiums

Leben und Werk von Hilmar Duerbeck

Leben und Werk von Waltraut Seitter

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk