Nordrhein-Westfalen
Gedenken an Opfer und Angehörige des rechtsextremen Brandanschlags in Solingen 1993

Im nordrhein-westfälischen Solingen ist der Opfer des rechtsextremistischen Brandanschlags vor 33 Jahren gedacht worden.

    Blick von hinten auf die versammelte Menschenmenge, die auf einer Straße vor dem Platz des ehemaligen Hauses steht.
    Gedenken an der Stelle des Brandanschlags (Archivfoto eines früheren Gedenkens im Jahr 2021; zur aktuellen Meldung liegt noch kein Bildmaterial vor). (dpa / SZ Photo / Björn Kietzmann)
    Oberbürgermeister Flemm sagte, die Brandnacht sei eine Mahnung, wohin Hass führen könne. - In Solingen hatten am 29. Mai 1993 vier junge Rechtsextreme das Haus der türkischstämmigen Familie Genç angezündet. Zwei Frauen und drei Mädchen starben, weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Die Brandstifter wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.
    Die Mutter zweier Opfer, Mevlüde Genç, hatte sich bis zu ihrem Tod im Jahr 2022 für Versöhnung und interkulturellen Dialog eingesetzt. Das Land Nordrhein-Westfalen verleiht jährlich einen nach ihr benannten Toleranzpreis. Wie heute bekanntgegeben wurde, geht er diesmal an den Kölner Pfarrer Franz Meurer.
    Diese Nachricht wurde am 29.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.