
Berlins Kulturstaatssekretärin Cerstin Richter-Kotowski sagte, Otto Weidt habe gezeigt, dass selbst unter einem Terrorregime Handlungsspielräume existierten. Sein Beispiel mahne, "wachsam zu bleiben, Unrecht zu benennen und Menschlichkeit nicht preiszugeben“, betonte die CDU-Politikerin. Die Gedenktafel steht am Otto-Weidt-Platz an der Heidestraße in Berlin-Mitte.
In der NS-Zeit bewahrte Weidt in seiner Bürstenmacherwerkstatt am Hackeschen Markt vor allem blinde und gehörlose Jüdinnen und Juden zeitweilig vor der Deportation oder half ihnen unterzutauchen. Otto Weidt wurde 1971 von der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt.
Die Lebensgeschichte Weidts wurde erst durch die Veröffentlichung der Autobiografie „Ich trug den gelben Stern“ der Schriftstellerin und Journalistin Inge Deutschkron einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.
Diese Nachricht wurde am 09.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
