Mittwoch, 01. Februar 2023

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Gefährder, Politik und Polizei
Terrorabwehr in Deutschland

2016 der Anschlag auf den Berliner Breitscheidplatz, jetzt das Attentat in Straßburg: Beide, aber auch frühere Fälle legen Informationsmängel in der behördlichen Zusammenarbeit bei der Terrorbekämpfung und Prävention offen. Doch wie steht es wirklich um die Sicherheitsarchitektur in Deutschland?

Moderation: Gerwald Herter | 19.12.2018

    Polizisten bewachen den Hauptbahnhof in Berlin. Die deutschen Sicherheitsbehörden gehen den Hinweisen auf mögliche Anschlagziele islamistischer Terroristen in Deutschland mit Hochdruck nach.
    Nach Anschlägen wird immer wieder der Ruf nach einer besseren Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden laut - doch wo liegen die Probleme? (dpa / picture alliance / Maurizio Gambarini)
    Vor zwei Jahren war der Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz: Zwölf Menschen sterben. Bei den Ermittlungen wurde schnell klar: Polizeibehörden in Berlin und Nordrhein-Westfalen hatten Probleme bei der Abstimmung und der Bewertung des Gefährders Anis Amri.
    Vergangene Woche das Attentat in Straßburg. Wieder Tote. Und wieder scheinen die Behörden, diesmal diesseits und jenseits der deutsch-französischen Grenze, nicht auf demselben Informationsstand über den Attentäter Chérif Chekatt gewesen zu sein.
    Und auch der Ruf danach, die Zusammenarbeit der zuständigen Stellen auszubauen oder zu verbessern, wiederholt sich. Auf deutscher wie auf europäischer Ebene. Aber sollte das nicht schon längst geschehen sein?
    "Zur Diskussion" versucht eine Bestandaufnahme der Sicherheitsarchitektur in Deutschland vorzunehmen.
    Darüber diskutieren unter der Leitung von Deutschlandfunk-Redakteur Gerwald Herter:
    - Wolfgang Bosbach, CDU, ehem. Innenausschuss-Vorsitzender des Deutschen Bundestags
    -Sebastian Fiedler, Vorsitzender des "Bundes Deutscher Kriminalbeamter"
    - Irene Mihalic, Innenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen
    und
    - Holger Stark, Leiter des Investigativ-Ressorts, Die Zeit