Mittelamerika
Gefängnismeutereien in Guatemala - Häftlinge nehmen mehr als 40 Wärter als Geiseln

In Guatemala haben Häftlinge bei Meutereien in drei Gefängnissen ⁠mehr als 40 Wärter ‌als Geiseln genommen.

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    Die Häftlinge fordern eine Verlegung in andere Gefängnisse mit besseren Haftbedingungen. Polizei und Militär umstellten die Gebäude. Der guatemaltekische Innenminister Villeda lehnte Verhandlungen mit den Häftlingen ab. Er machte die Bande "Barrio 18" für die Geiselnahmen verantwortlich und erklärte, keine Vereinbarungen mit einer Terrorgruppe zu treffen.
    In den häufig völlig überfüllten Gefängnissen Guetemalas gibt es immer wieder Gewaltausbrüche zwischen Mitgliedern rivalisierender Banden und Meutereien mit Geiselnahmen. Im Oktober war 20 Anführern von "Barrio 18" der Ausbruch aus einer Haftanstalt gelungen. Von diesen wurden bislang nur sechs wieder gefasst und einer auf der Flucht erschossen.
    Diese Nachricht wurde am 18.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.