Spanien
Gefahr für Ministerpräsident Sánchez: Korruptionsprozess gegen Ex-Verkehrsminister

In Spanien hat ein Korruptionsprozess gegen den früheren Verkehrsminister Ábalos begonnen.

    Das Foto zeigt Spaniens früheren Verkehrsminister Abalos im Gespräch mit Regierungschef Sanchez.
    Spaniens früherer Verkehrsminister Abalos (rechts) muss sich vor Gericht wegen Korruptionsvorwürfen verantworten. Ábalos war ein wichtiger Vertrauter von Regierungschef Sanchez (Archivfoto aus 2018). (Marta Fernández Jara / Europa Pres / Marta Fernández Jara)
    Dabei geht es hauptsächlich um den Verdacht auf irreguläre Maskenlieferverträge während der Corona-Pandemie. Zudem ist Ábalos wegen der Veruntreuung öffentlicher Gelder und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung angeklagt. Er weist die Vorwürfe zurück. Der Politiker war maßgeblich am Aufstieg und Machterhalt von Ministerpräsident Sánchez beteiligt und galt als sein wichtigster Vertrauter. Die Opposition in Spanien fordert deshalb den Rücktritt des Regierungschefs.
    Die Staatsanwaltschaft plädiert auf 24 Jahre Haft für Ábalos. Bis Ende des Monats sollen mehr als 75 Zeugen am Obersten Gerichtshof in Madrid aussagen.
    Diese Nachricht wurde am 07.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.