Wirtschaftsflügel der Union
Gegen "Nanny-Staat": Connemann hält Zuckerabgabe für Bevormundung

Beim Wirtschaftsflügel von CDU und CSU stößt die von der Bundesregierung geplante Zuckerabgabe auf Ablehnung.

    Gitta Connemann in der 31. Sitzung des Deutschen Bundestages im Reichstagsgebäude. Berlin, 28.04.2022
    Gitta Connemann. (Archivbild) (picture alliance / Geisler-Fotopress / Sebastian Gabsch / Geisler-Fotopre)
    Man brauche keinen Nanny-Staat mit Preisschild, sagte die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, Connemann, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Menschen seien mündig genug, selbst zu entscheiden. Politik müsse Verantwortung stärken - nicht Freiheit verteuern. Ähnlich hatte sich der Vorstandsvorsitzende der Edeka-Zentrale, Mosa, geäußert. Zudem kritisierte er, Abgaben würden das ohnehin angespannte Konsumklima weiter verschlechtern. Die Zuckerwirtschaft übte ebenfalls Kritik, ähnlich wie der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung indes lobte die Pläne. Sie könnten zur Prävention von Fettleibigkeit und anderer ernährungsmitbedingter Erkrankungen beitragen. Aus wissenschaftlicher Sicht seien Steuern auf Süßgetränke wirksam. - Die Zuckerabgabe soll ab 2028 erhoben werden.
    Diese Nachricht wurde am 30.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.