
Kiew und Moskau machten sich am Morgen gegenseitig für den Vorfall verantwortlich. Das ukrainische Einsatzkommando teilte mit, die russischen Besatzer der Region hätten den Damm in der Stadt Nowa Kachowka selbst gesprengt. Die russischen Besatzer hingegen machten ukrainischen Beschuss für die Schäden am Staudamm verantwortlich.
Der ukrainische Militärkommandeur des Gebiets, Produkin, warnte, innerhalb von fünf Stunden könne der Wasserstand eine kritische Höhe erreichen. Auf der linken Seite des Flusses Dnipro, wo auch die von den Ukrainern befreite Gebietshauptstadt Cherson liegt, sei mit Evakuierungen begonnen worden. Die russische staatliche Nachrichtenagentur Tass berichtet, dass rund 80 Ortschaften betroffen sein könnten. Der ukrainische Präsident Selenskyj hat nach der mutmaßlichen Zerstörung des Staudamms eine Dringlichkeitssitzung einberufen.
Diese Nachricht wurde am 06.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
