Welthungerhilfe
Geld für humanitäre Hilfe ausgeben statt für Waffen

Die Deutsche Welthungerhilfe hat besorgt auf die vom Friedensforschungsinstitut Sipri veröffentlichten Zahlen zum Anstieg des weltweiten Waffenhandels reagiert.

    Mathias Mogge, Generalsekretär Welthungerhilfe, steht vor dem Logo der Organisation.
    Der Welthungerhilfe-Generalsekretär Mogge (Jörg Carstensen / dpa / Jörg Carstensen)
    Kriege und Konflikte gehörten zu den wichtigsten Auslösern für Hungerkrisen, sagte der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Mogge, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Allein im Jahr 2024 lösten sie 20 Ernährungskrisen aus, von denen fast 140 Millionen Menschen betroffen gewesen seien. Durch die aktuellen Kriege im Nahen und Mittleren Osten sei zu befürchten, dass die Zahl weiter steigen werde.
    Laut dem Stockholmer Sipri-Institut haben die weltweiten Waffenlieferungen deutlich zugenommen. Das Gesamtvolumen der zwischen Staaten gehandelten schweren Waffen von 2021 bis '25 liege 9,2 Prozent über dem Wert der Jahre davor, teilten die Forscher mit. Vor allem die Nachfrage in Europa sei sprunghaft gestiegen.
    Mit Blick auf Deutschland sagte Mogge, es sei problematisch, wenn die Bundesregierung die Budgets für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe kürze und gleichzeitig die Rüstungsausgaben steigere. Dies widerspreche dem international vereinbarten Ziel, den Hunger bis 2030 zu beenden.
    Diese Nachricht wurde am 09.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.