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"Vulkan Files"
Geleakte Dokumente offenbaren laut Medienrecherchen geheimes Kreml-Programm für Cyberangriffe

Russische Geheimdienste planen laut einer internationalen Recherche zusammen mit einer Moskauer IT-Firma weltweite Hacker-Einsätze.

    Roter Platz bei Abenddämmerung in Moskau. Links der Kreml, rechts die Basilius-Kathedrale.
    Kreml in Moskau, Russland (picture alliance / pressefoto_korb / Micha Korb)
    Sie sollen auch Angriffe auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur ermöglichen, wie "Der Spiegel", das "ZDF", die "Süddeutsche Zeitung" und andere Medien berichten. Ein Datenleck des russischen Sicherheitsapparats mache dies deutlich, heißt es. In den zugespielten Dokumenten würden Planungen beschrieben mit dem Ziel, etwa Züge entgleisen zu lassen oder Flughafen-Computer lahmzulegen. Insgesamt gehe es um tausende Seiten interner Unterlagen der IT-Firma "NTC Vulkan". Sie seien den Journalisten kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine übergeben worden. Mehrere westliche Nachrichtendienste hätten dem Rechercheteam bestätigt, dass die Dokumente authentisch seien.
    Diese Nachricht wurde am 30.03.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.