
Der Kaufpreis betrug nach Angaben der Bürgermeisterin 1,2 Millionen Euro. Bislang war das Gebäude im Besitz einer Stiftung, wurde aber bereits von der Gemeinde als Kultur- und Ausstellungszentrum genutzt. Bürgermeisterin Angelini bezeichnete den Kauf als "Entscheidung mit Weitblick": Riccione verdränge seine komplexe Vergangenheit nicht, sondern verarbeite sie kritisch durch die Kultur. Zwischenzeitlich war auch befürchtet worden, dass Mussolini-Nostalgiker die Villa übernehmen könnten.
In Italien gibt es immer noch zahlreiche Mussolini-Anhänger, auch in der Regierungspartei Fratelli d'Italia von Ministerpräsidentin Meloni, die ihre Wurzeln im Postfaschismus hat. In verschiedenen Gemeinden wird Mussolini bis heute als Ehrenbürger geführt.
Diese Nachricht wurde am 04.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
