Deutsch-Polnisches Forum
Gemeinsame Erklärung: Deutschland und Polen wollen Beziehung weiter vertiefen

Deutschland und Polen wollen ihre Partnerschaft weiter vertiefen. Dazu haben sich Bundesaußenminister Wadephul und sein polnischer Amtskollege Sikorski in einer Erklärung bekannt. Darin heißt es, Polen und Deutschland könnten mehr leisten - es gehe um Freiheit, Sicherheit und Wohlstand.

    Radoslaw Sikorski (l-r), Außenminister von Polen, Johann Wadephul (CDU), Außenminister, und Marta Cienkowska, Kulturministerin von Polen, kommen während des Deutsch-Polnischen Forums im Auswärtigen Amt in den Saal.
    Radoslaw Sikorski, Außenminister von Polen, und Bundesaußenminister Johann Wadephul beim Deutsch-Polnischen Forum im Auswärtigen Amt (Sebastian Christoph Gollnow/dpa)
    So müssten beispielsweise der grenzüberschreitende Verkehr ausgebaut werden sowie Partnerschaften etwa in den Bereichen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Weiter heißt es, Deutschland und Polen sollten sich gegen aggressive Handlungen Russlands wehren und dabei insbesondere die Europäische Union stärken.
    Dass Deutschland und Polen auch in ihre Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik deutlich verstärken wollen, sei ein wichtiges Zeichen, sagte
    der Polen-Beauftragte der Bundesregierung, Abraham, im Deutschlandfunk. Es sei geplant, dass die beiden Länder sowohl militärisch als auch sicherheitspolitisch stärker miteinander kooperieren würden. Einen besonderen Fokus lege das deutsch-polnische Verteidigungsabkommen dabei auf den Ostseeraum, so der CDU-Politiker.
    Das Treffen von Wadephul und Sikorski fand im Rahmen des Deutsch-Polnischen Forums in Berlin statt, das anlässlich des heutigen 35. Jahrestages des Nachbarschaftsvertrages beider Länder veranstaltet wird. Zudem gab die Bundesregierung eine Reihe von Kulturgütern zurück, die während der deutschen Besatzung Polens im Zweiten Weltkrieg geplündert worden waren. - Der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag von 1991 besiegelt die freundschaftliche Zusammenarbeit beider Staaten und ergänzt den Vertrag über die Unverletzlichkeit der Staatsgrenzen.
    Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.